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Wie gehe ich bei einer Rasen-Neuanlage vor?

Nachdem das Frühjahr sich lange Zeit gelassen hat, kann jetzt endlich der vielleicht schon lang gehegte Plan für die Neuanlage der heimischen Rasenfläche in die Tat umgesetzt werden.
Durch noch nicht zu hohe Temperaturen und ausreichende natürliche Niederschläge ist der Frühling nahezu ideal für die Neuanlage. Damit die Neuanlage erfolgreich wird und Sie Ihren grünen Traumrasen bald genießen können, sollten Sie folgende Tipps unbedingt beachten:

Eventuell Altrasenbestand entfernen:

Um Unkraut oder den Altrasenbestand nachhaltig zu entfernen, kann die Fläche mit einem Totalherbizid behandelt werden. Bereits nach 2 - 3 Tagen sind die meisten Mittel im Boden abgebaut und die Einsaat kann durchgeführt werden.
Durch die Bearbeitung mit einer motorbetriebenen Gartenfräse ist diese Arbeit recht leicht zu bewerkstelligen. Für kleinere Flächen kann man natürlich auch mit einem Spaten umgraben. Große Steine, Unkrautwurzeln, und Äste werden entfernt, und bei einem lehmigen wasserundurchlässigen Boden im zweiten Arbeitsgang etwas grober Sand eingearbeitet. Der Sand (ca. 10 – 15 Liter pro m² in 10 – 15 cm Tiefe gleichmäßig eingemischt) lockert, vor allem lehmige Böden und macht den Boden somit Wasser- und luftdurchlässiger. Nachdem die Fläche mit einem Rechen geebnet, eventuell bei sehr lockerem Boden mit einer leichten Walze rückverdichtet wurde, kann mit einem Streuwagen (korrekte Einstellung beachten) das Saatgut aufgetragen werden. 

Bodenbeschaffenheit:

Sie haben einen eher sandigen Boden?

Der Boden unter Ihrem neuen Rasen sollte gut wasserdurchlässig und nicht zu fest sein. Zusätzlich sollte der Boden aber auch die Fähigkeit haben Wasser zu speichern.Bei einem sandigen Boden ist im Regelfall keine großartige Vorbereitung notwendig. Solch ein Boden ist gut wasserdurchlässig und neigt selten zu Bodenverfestigungen, d.h. es gibt später keine Probleme mit Staunässe oder schlecht wurzelnden Gräsern. Die Gräser wurzeln in dem recht lockeren Boden tief ein, wodurch der Rasen sehr belastbar wird. Aus diesem Grund werden auf Fußballplätzen auch meist sehr sandige Tragschichten verwendet. Ist der Boden allerdings sehr sandig oder handelt es sich um einen reinen Sandboden, sollte vor der Neueinsaat ein wasserspeicherndes Granulat (Tongranulat z.B. Bentonit) eingemischt werden. Hier reichen normalerweise geringe Mengen (Herstellerangaben beachten), die in die oberen 10 - 15 cm des Bodens eingemischt werden. In diesem Bereich sitzen später die Hauptwurzeln der Gräser.

Bodenbeschaffenheit:

Sie haben einen eher lehmigen Boden?

Ein lehmiger oder toniger Boden sollte in den oberen 10 - 15 cm aufgebessert werden. In diesem Fall mischen Sie 10 - 15 Liter groben kalkfreien Sand (Rheinsand / Flusssand / Estrichsand) in den Oberboden ein. Am besten funktioniert es, wenn Sie den Sand zunächst auf der Fläche verteilen, und anschließend durch mehrmaliges Überfahren mit einer Motor-Gartenfräse gleichmäßig in den Boden einmischen. Gartenfräsen kann man häufig im örtlichen Baumarkt ausleihen.Sollte sich bei einem lehmigen Boden unter den oberen 15 cm immer noch eine wasserundurchlässige Schicht befinden, empfehlen wir den Einbau einer Dränage, mit der Sie das Oberflächenwasser in eine Zisterne oder den Randbereich ableiten können. Nach dem Fräsen oder Auflockern des Bodens kann  mit einem Rasenrechen die Fläche so eingeebnet (modelliert) werden, wie sie später einmal aussehen soll. Gleichzeitig können  grobe Steine und Wurzelreste mit dem Rechen ausgeharkt werden. Nun kann mit Hilfe einer leichten Rasenwalze die Fläche rückverdichtet werden. Um das Saatbett vorzubereiten, können nun die oberen 10 - 15 mm des Bodens noch einmal mit dem Rasenrechen aufgelockert werden.

Saatgut ausbringen

Schon von der richtigen Saatgutwahl hängt das Endergebnis ab.

Rasensamen
Preiswerte Rasensamen Mischungen sind nicht strapazierfähig und auch nicht besonders regenerationsfreudig. Die EUROGREEN Saatgutmischungen sind stets optimal auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt. EUROGREEN achtet dabei auf Gräserarten und - sorten, die bei den Sortenprüfungen des Bundessortenamtes Höchstnoten erzielten. Ob der Standort schattig oder sonnig ist, bei uns finden Sie das hierfür richtige Qualitätssaatgut. Bestens dafür geeignet sind die Rasana-Mischungen, egal ob Rasana TopRasana Super oder Rasana Sport.Bei einem nährstoffarmen Boden (das ist fast jeder Boden, der vorher nicht als Gemüsegarten regelmäßig gedüngt wurde) empfiehlt es sich nach den Rasensamen zum Start auch noch einen speziellen Rasendünger, z.B. Basic Start auszubringen, der die jungen Gräser für die ersten 6 Wochen ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Das Saatgut (und evtl. der Starterdünger) werden nach der Ausbringung leicht mit einem Rasenrechen in die oberen 5 – 10 mm des Bodens eingerecht. Nach der Einsaat nicht mehr walzen. Ab diesem Zeitpunkt muss regelmäßig bewässert werden. Ist der Boden warm und feucht genug, erscheinen die ersten grünen Blättchen nach ca. 10-14 Tagen. Von nun an dürfen die zarten Keimlinge auf keinen Fall mehr austrocknen.

Sehr wichtig: Richtig bewässern

wässern, wässer, wässern!

Wenn der Boden einmal beregnet worden, darf dieser bis zur kompletten Keimung aller Gräser (ca. 3 Wochen) nicht mehr vollständig austrocknen. Wird das Saatgut nach der ersten Befeuchtung wieder trocken, stirbt der Keimling ab, und lässt sich auch durch weitere Beregnung nicht mehr regenerieren. Es kann daher in Trockenphasen notwendig werden, die Fläche mehrmals täglich (4 – 5 mal) für kurze Zeit (5 – 10 Minuten) anzufeuchten, damit eine gleichmäßige Keimung erfolgt.

  • Junger Rasen (noch kurze Wurzeln): oft aber nicht sehr lange bewässern.
  • Gut etablierten Rasenfläche (bereits tief in das Erde reichende Wurzeln): Wenn beregnet wird, dann lange und gründlich, damit das Wasser auch an die tiefsitzenden Wurzeln gelangt. 

 

Das erste Mal mähen

Ab einer Wuchshöhe von 8 – 10 cm sollte der neue Rasen erstmals auf eine Höhe von ca. 5 cm gemäht werden. Ab diesem Zeitpunkt kann die Fläche dann wöchentlich auf einer Schnitthöhe von 3,5 – 5 cm gemäht werden.
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